Die Sleeve-Gastrektomie bleibt wirksam. Doch wenn sich der Magen mit der Zeit wieder weitet, ist eine endoskopische Korrektur möglich — ohne erneut in den Operationssaal zu müssen.
Die Sleeve-Gastrektomie (chirurgische Schlauchmagen-Resektion) ist der am häufigsten durchgeführte bariatrische Eingriff in Europa. Dabei werden etwa 75 bis 80 % des Magens chirurgisch entfernt, sodass ein schmaler Magenschlauch verbleibt. Die anfänglichen Ergebnisse sind in der Regel ausgezeichnet.
Bei manchen Patienten weitet sich der verbleibende Magenanteil im Laufe der Jahre allmählich wieder. Diese Dehnung führt zu einer größeren Magenkapazität, einem geringeren Sättigungsgefühl und einer — mitunter erheblichen — Gewichtswiederzunahme.
Die endoskopische Sleeve-Revision (oder endoskopische Re-Plikation) ist eine Alternative zum chirurgischen Zweiteingriff. Mithilfe des OverStitch™-Systems setzt Dr. Sitte innere Nähte an die Wand des zu weit gewordenen Magenschlauchs, verengt so das Lumen und stellt die ursprüngliche restriktive Wirkung wieder her — über den Mund, ohne jeden Bauchschnitt.
Diese Technik unterscheidet sich von einer ESG an einem nativen Magen. Die Anatomie eines Patienten nach Sleeve ist verändert: Der verbleibende Magen ist kleiner, schlauchförmiger, und die Wand kann technische Besonderheiten aufweisen. Dieser Eingriff erfordert daher spezifische Erfahrung in der fortgeschrittenen interventionellen Endoskopie — über die bloße Beherrschung der primären ESG hinaus.
Die Ergebnisse hängen vom anfänglichen Grad der Dehnung, vom Alter der Sleeve und von der Qualität der begleitenden Lifestyle-Betreuung ab.
Die Ergebnisse variieren je nach anfänglichem Grad der Dehnung des Magenschlauchs und der seit der Sleeve verstrichenen Zeit, bleiben jedoch in den meisten Fällen klinisch bedeutsam.
Der gesamte Eingriff erfolgt über den Mund mit einem flexiblen Endoskop — keine zusätzliche Narbe, kein erhöhtes Operationsrisiko.
Eine chirurgische Revision (Umwandlung in einen Bypass oder Re-Sleeve) ist ein komplexer Eingriff mit einem weit höheren Operationsrisiko als der ursprüngliche Eingriff. Die endoskopische Revision bietet ein deutlich günstigeres Risiko-Nutzen-Profil.
Sources : Lapointe S et al., Surgical Endoscopy 2023 · Huberty V et al., Endoscopy International Open 2021 · Abu Dayyeh BK, Obesity Surgery 2022
Die endoskopische Sleeve-Revision richtet sich an Patienten, die:
Sich einer Sleeve-Gastrektomie unterzogen haben und eine allmähliche Gewichtswiederzunahme beobachten, meist mehrere Jahre nach dem ursprünglichen Eingriff.
Eine Dehnung des Magenschlauchs aufweisen, dokumentiert durch Endoskopie oder Bildgebung — ein unverzichtbares Kriterium, das im Gespräch zu bestätigen ist.
Eine erneute Operation vermeiden möchten — insbesondere eine chirurgische Umwandlung in einen Bypass, einen aufwendigeren Eingriff mit deutlich längerer Erholung.
Keine endoskopische Kontraindikation aufweisen — die technische Eignung wird im Einzelfall bei einer vorab durchgeführten Abklärung mit Dr. Sitte beurteilt.
„Eine Gewichtswiederzunahme nach einer chirurgischen Sleeve ist kein endgültiger Misserfolg. Es ist eine bekannte medizinische Situation, für die eine endoskopische Lösung existiert — ohne zurück in den Operationssaal zu müssen."
Die Eignung für diese Technik wird in einem ausführlichen Gespräch mit Dr. Sitte beurteilt.
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