Für Patienten mit Gewichtswiederzunahme nach einem Magenbypass eine wirksame endoskopische Lösung — ohne erneute Operation.
Der Magenbypass (Roux-en-Y-Magenbypass) ist einer der wirksamsten bariatrischen Eingriffe weltweit. Bei einem Teil der Patienten kommt es jedoch über die Jahre zu einer allmählichen Gewichtswiederzunahme. Die häufigste Ursache: die Dehnung der gastrojejunalen Anastomose — die fortschreitende Erweiterung der Verbindung zwischen Magentasche und Dünndarm.
Diese Dehnung führt zu einer beschleunigten Magenentleerung, einem geringeren Sättigungsgefühl und einer wieder steigenden Kalorienzufuhr. Die TORe (Transoral Outlet Reduction) ist die endoskopische Antwort darauf: Mithilfe des über den Mund eingeführten OverStitch™-Systems setzt Dr. Sitte innere Nähte, die den Durchmesser dieser geweiteten Anastomose verkleinern und so die ursprüngliche restriktive Wirkung des Bypasses wiederherstellen.
Daten aus der internationalen wissenschaftlichen Literatur bestätigen die Wirksamkeit und Sicherheit der endoskopischen Revision nach Bypass.
Im Durchschnitt erreichen die Patienten wieder einen erheblichen Teil des ursprünglichen Gewichtsverlusts des Bypasses, mit einer dauerhaften Verbesserung von Sättigung und Essgewohnheiten.
Der Eingriff ist in der großen Mehrheit der Fälle technisch durchführbar, sofern die Anatomie für das Endoskop zugänglich ist.
Rate schwerwiegender Komplikationen unter 2 %, ohne in den veröffentlichten Serien berichtete Mortalität.
Sources : Abu Dayyeh BK et al., Gastrointestinal Endoscopy 2019 · Jirapinyo P et al., Endoscopy 2020 · Thompson CC et al., Obesity Surgery 2022
Die TORe richtet sich an Patienten, die folgende Kriterien erfüllen:
Einen Magenbypass erhalten haben und eine allmähliche Gewichtswiederzunahme feststellen, in der Regel mehrere Jahre nach dem ursprünglichen Eingriff.
Eine geweitete Anastomose aufweisen, bestätigt durch diagnostische Endoskopie — ein unverzichtbares technisches Kriterium, bevor der Eingriff in Betracht gezogen wird.
Einen chirurgischen Zweiteingriff vermeiden möchten — der technisch komplexer, risikoreicher und mit einer längeren Erholung verbunden wäre als eine endoskopische Revision.
Sich auf eine umfassende Betreuung einlassen — die TORe ist stets Teil eines ernährungs- und lifestylebezogenen Begleitprogramms, ohne das die Ergebnisse begrenzt wären.
„Die TORe ermöglicht es, Patienten mit teilweisem Misserfolg die Wirksamkeit ihres ursprünglichen Bypasses zurückzugeben — auf demselben Weg wie beim ersten Mal: kein Schnitt, keine Narbe."
Die Eignung für diese Technik wird in einem ausführlichen Gespräch mit Dr. Sitte beurteilt.
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